Bezirksverband Koblenz-Montabaur

Polizeihauptkommissar Frohn informierte die Senioren-Union Cochem-Zell zum Thema „Sicher Leben im Alter“

Vortrag über Betrugsmaschen im Alltag sorgte bei den Anwesenden für viel Aufmerksamkeit.

Der Einladung der Senioren-Union Cochem-Zell waren viele Mitglieder, Freunde und Interessierte ins Hotel Marienburg in Pünderich gefolgt. Auch MdL Jens Münster war gekommen, um sich ein Bild über die aktuelle Thematik für „Sicheres Leben im Alter“ zu machen. Zunächst begrüßte der Kreisvorsitzende Karl Heinz Beuren die Gäste, er gab ein kurzes Statement zum aktuellen Thema, er lege Wert darauf, etwas über die Vorgehensweise und schnelleres Erkennen bei den verschiedenen Betrugsphänomenen am Telefon oder an der Haustür zu erhalten, um richtig reagieren und sich besser schützen zu können, bevor er das Wort an PHK Frohn übergab.

„Ich bin begeistert, dass sich so viele Interessierte hier eingefunden haben, um sich über die immer wieder neuen Betrugsmaschen, so z.B. tägliche Belästigungen per Telefonanruf, oder die Schockanrufe mit dem Enkeltrick oder weiter über die Trickbetrüger an der Haustür usw., zu informieren“, so Hauptkommissar Frohn vom Präventionsteam des Polizeipräsidium Trier, am Anfang seines Vortrags.

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„Es werden jährlich Millionenbeträge auf diese Weise ergaunert, wobei es sich sicherlich um einen weit höheren Betrag als die ermittelten Daten handelt, oft schämen sich die Betrogenen es der Polizei zu melden“, so PHK Frohn. Er erläuterte, dass sich bundesweit in den letzten Jahren die Telefonbetrügereien um zigfaches vermehrt haben. Es trifft nicht nur ältere Menschen, auch junge Leute fallen auf die perfiden Maschen der Betrüger herein. Es kann jeden treffen, so der Polizeibeamte weiter. Er zählte auch einige Beispiele auf, wie die Betrugsmaschen ablaufen, bzw. mit welchen Methoden diese Verbrecher arbeiten. Für ihn war es nicht erstaunlich, dass bei Nachfrage sich eine stattliche Anzahl der Anwesenden meldeten, die ebenfalls schon mehrmals in betrügerischer Absicht telefonisch kontaktiert wurden.

Ganz wichtig ist es, sich bei einer unbekannten Telefonnummer, die im Display des Telefons ersichtlich ist, nicht mit Namen, sondern nur mit „Hallo“ zu melden. Bei sogenannten Schockanrufen, bei denen den Angerufenen vorgegaukelt wird, dass ein naher Verwandter einen Unfall verursacht habe und deshalb dringend eine Kaution gestellt werden müsse, legen Sie einfach auf, so PHK Frohn. Am besten sprechen Sie danach sofort mit einer Person Ihres Vertrauens über das Telefonat und informieren sich bei der ortsansässigen Polizei. Niemals wird die Polizei oder Staatsanwaltschaft jemanden telefonisch kontaktieren, um Sie über eine solche Situation zu informieren. Gesundes Misstrauen ist ebenfalls auch bei sogenannten Gewinnanrufen angebracht. Wenn man z.B. eine Bearbeitungsgebühr vorher leisten müsse, Finger weg! Die wollen alle nämlich nur eines, Ihr Bestes, Ihr Geld, so PHK Frohn.

Erschreckend sei auch, dass es häufig vorkommt, dass eine bereits um Geld betrogene Person weitere Anrufe mit Geldforderungen erhält. Deshalb werden Mitarbeiter von Geldinstituten von der Polizei geschult, um bei höheren Auszahlungen misstrauisch zu reagieren.
Er klärte auch über die Sicherheitsmaßnahmen für Haus und Hof auf, die man gegen Einbruch und Diebstahl treffen sollte. Wie Fenster und Türen am Haus richtig abgesichert werden können, um es so den Einbrechern möglichst schwer zu machen. Denn so Frohn, Widerstände aller Art, die Zeit kosten, fürchten die Verbrecher und führen so doch oft zum Abbruch des Einbruchs. Er hatte für jeden eine Broschüre dabei, damit jeder noch einmal nachlesen kann, wie man sich richtig schützt, gegen solche Verbrechen. Herr Frohn meinte, wenn ein Einbrecher unbedingt rein will in ihr Hau, so schafft er das, wenn er will, aber man sollte es ihm so schwer wie möglich machen.
Da Herr Frohn während seines Vortrages die Nachfragen der Anwesenden immer sofort beantwortete, bestand am Schluss seines Vortrages kein Redebedarf mehr.
So bedankte sich Karl-Heinz Beuren im Namen der Senioren-Union bei Polizeihauptkommissar Frohn für den interessanten Vortrag zum Thema „Sicher Leben im Alter“ und legte den Anwesenden die Beachtung der Ratschläge doch sehr ans Herz.

Er richtete an den anwesenden Abgeordneten MdL Jens Münster die Bitte, sich auch weiter verstärkt diesem Thema zu widmen. Denn die Bevölkerung, ins besonders die ältere Generation müsse auch in Zukunft noch stärker geschützt werden. Auch in Bezug auf die KI. Er legte ihm nahe, dass die Präventionsarbeit der Polizei weiter ausgebaut werden müsse, damit das Ganze mit den Betrugsmaschen nicht noch weiter ausarte. Jens Münster sagte zu, dass er im Rahmen seiner Möglichkeiten an dem Thema dranbleibe und mit in den Landtag nehmen würde.

Bericht & Fotos: Karl Heinz Beuren

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